27.05.2018 - 24.06.2018

Arvid Boecker

Malerei

Boris Doempke

Installation

Christiane Gruber

Malerei

Vernisage:

27.05.2018 - 11:30 Uhr
Arvid Boecker
Arvid Boecker
Arvid Boecker
Boris Doempke
Boris Doempke
Boris Doempke
Christiane Gruber
Christiane Gruber
Christiane Gruber

Zu den Arbeiten von

Arvid Boecker

Arvid Boecker verfolgt seit Jahren eine kompromisslos konsequente, streng durchgehaltene Strategie der Recherche auf dem Feld der Malerei, in der es immer wieder neu um den Prozess des Malens, um die Parameter von Format, Bildgröße, Aufteilung und Strukturierung einer Fläche, um Rhythmus und Schichtung, um die Balance von Regel und Abweichung, Konstruktion, Impression und Expression geht, um Horizontale und Vertikale und um das Verhältnis von Farbtönen, Hell und Dunkel, Kalt und Warm: ein wahrhaft unerschöpfliches Thema, bei dem trotz oder vielleicht gerade wegen Boeckers strikt minimalistischer Haltung und systematischem Vorgehen keinerlei Redundanzen entstehen. Und man begreift, dass diese Arbeiten keine kalten, lediglich theoretisch relevanten Kopfgeburten sind, sondern Kreationen von naturhafter Vitalität und intensiver, zugleich aber auch nüchtern reflektierender Erfahrung.

Hans Gercke

Zu den Arbeiten von

Boris Doempke

Boris Doempke entwickelt seine schwebenden Installationen in der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ausstellungsraum. Sie sind malerisch gedacht, und insbesondere die Eigenschaften der Architektur sind maßgebend für Form-und Farbgebung .Dem Raum wird ein linear-plastisches Bild eingeschrieben in der Weise, dass das räumliche Umfeld integraler Bestandteil der Arbeit wird. Am Beginn eines Projektes steht die Erarbeitung eines Entwurfsmodells. Damit wird die Gestalt, die genaue Farbigkeit und die Ausdehnung der Installation festgelegt, es folgt die Anfertigung der Teile und schließlich die Realisation vor Ort. Gerade und gebogene lackierte Leisten verschiedener Länge und unter-schiedlichen Querschnitts bilden die Grundlage eines Zusammenspiels von Leichtigkeit, Dynamik und in den Raum expandierender Farbe. Das komplexe Gefüge sich immer wieder überschneidender Richtungswerte setzt beim Umschreiten der Arbeit eine virtuelle Motorik ständig wechselnder Bilder in Gang- die schwebende Farbe und die ausgreifende Struktur dynamisieren den Raum, und das Bildhafte wird untrennbar mit ihm verbunden.

Hanns Grote

Zu den Arbeiten von

Christiane Gruber

Die Basis aller Arbeiten Christiane Grubers sind aus Acrylfarbe aufgebaute Häute. Diese von ihr in verschiedenen Größen, Formen und Farbkonstellationen hergestellten geschmeidigen Gebilde bestehen ganz und gar aus Farbe, das heißt, aus Bindemittel und Pigmenten. Kein tragendes oder stabilisierendes Material – wie Leinwand, Papier, Gaze – verbirgt sich in oder unter der Farbe. Die Farbe trägt sich selbst. Was als Farbe zu sehen ist, ist nichts als Farbe. Farbe, die stets dinghaft und faktisch ist. Mit diesen Häuten hantiert Christiane Gruber, um ihre Arbeiten zu entwickeln. Sie sind Material und materiell. Und sie sind farbig. Beide Aspekte prägen ihre Arbeit: Farbe als Material und Material als Farbe sind unmittelbar sichtbar und ihnen wesentlich. Sie exponieren Farbe als materielle Tatsache. Farbe ist ihr Gegenstand, Materialität ihr Thema. Sie machen sich dabei das Bild (als Konstruktion, Konvention, Assoziation) zunutze, ohne selbst Bild zu sein. Sie spielen auf das Bild als Möglichkeit an. Das Bild als Form ist präsent, wird als Reibungsfläche aktiviert, und doch ist das, was zu sehen ist, nicht Bild (…).

Jens Peter Koerver

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