09.05.2021 - 13.06.2021

Wahida Azhari

Wandobjekte

Edgar Diehl

Reliefs

Detlef Funder

Malerei

Birgit Werres

Plastiken

Vernisage:

09.05.2021 - 11:30 Uhr
Wahida Azhari
Wahida Azhari
Wahida Azhari
Edgar Diehl
Edgar Diehl
Edgar Diehl
Detlef Funder
Detlef Funder
Detlef Funder
Birgit Werres
Birgit Werres
Birgit Werres

Zu den Arbeiten von

Wahida Azhari

Die miteinander korrespondierenden Elemente in Wahida Azharis Werk können sowohl Linien und Farbfelder sein als auch gestaltete Objekte einerseits und umgebender Raum andererseits. Der Entstehung der einzelnen Elemente geht ein intensiver Prozess der Auslotung räumlicher Spannungen voraus. Die erkannten Gefüge werden als minimalistische, streng geometrische Linien und Felder umgesetzt – kleine, aber essentielle Ausschnitte der wirkenden Raumvektoren. Ist eine erste Form entstanden, bildet sie den Ausgangspunkt für die Hervorbringung einer zweiten. In ihrem Zusammenspiel verdichtet sich schließlich nicht nur die Spannung des Raumes, sondern gleichzeitig resultiert ein Ausgleich der wirkenden Kräfte, eine Stille, eine Leere, in der sich elementare Zusammenhänge enthüllen. Die Konstellationen sind dabei niemals absolut oder endgültig. Sie korrespondieren immer mit dem sie umgebenden Raum.

Thomas J. Piesbergen

Zu den Arbeiten von

Edgar Diehl

Zu meinen Arbeiten
Nach einhundertjähriger Tradition “Gegenstandsfreier Kunst“ ist sie der einzige Stil, der sich noch immer entfaltet. Das Ringen um Einfachheit, Transparenz der Herstellung und Mittel - bei größtmöglicher Komplexität der Ergebnisse - hat nicht nachgelassen. Im Zusammenspiel von Radikalität und einer neuen Sinnlichkeit bei den Arbeiten zeitgenössischer, gegenstandsfreier Künstler zieht sie die Anerkennung von Kunstliebhabern in aller Welt auf sich. Das Verdienst „Konkreter“ – oder „Gegenstandsfreier Kunst“ ist die Bewußtwerdung des Wahrnehmungsprozesses. Dieses Verständnis als Motor der künstlerischen Arbeit ist auch mein Thema. Erst da, wo die Wahrnehmung nicht wie gewohnt funktioniert – bei der Irritation – kann man sich ihrer bewußt werden. Manchen Betrachtern wird es auch angesichts meiner Arbeiten schwindelig. Das heißt: Der komplexe Wahrnehmungsapparat in unserem Gehirn sucht nach einem Programm, das erst geschrieben werden muß. Das geschieht schon während der Betrachtung. Mit dem Relief, das als Gattung zwischen dem Tafelbild und der Plastik eine Zwitterstellung einnimmt, habe ich dazu einen guten Ausgangspunkt.

Edgar Diehl

Zu den Arbeiten von

Detlef Funder

In Detlef Funders Malerei führen alle exponierten Kontraste zwischen Außen und Innen, Formen und Farben, zwischen Symmetrie und Asymmetrie, Linie und Fläche, Fläche und Körper, physischer Schwere und formaler Leichtigkeit, opaker und lasierender Farbdichte, Ineinander und Gegeneinander immer wieder auf den Grundkontrast zwischen vorausblickendem Entwurf und unvorhersehbarem Ergebnis zurück. Das unausschaltbare Überraschungsmoment der Wirklichkeit ist gerade in der Malerei besonders frappierend, da hier der bewussten Komposition eine tragende Rolle zufällt. Auch im Einfachsten – der Form, der Linie – baut sich Spannung auf. Die durch Farbkontraste befeuerte Interaktion der innerbildlichen Formen versetzt die Bilder in einen Zustand der ruhigen Bewegtheit.

Manuel Ströhlin

Zu den Arbeiten von

Birgit Werres

Als Ausgangsmaterial für ihre Plastiken dienen Birgit Werres vor allem End- und Zwischenprodukte industrieller Fertigung oder Fundstücke von Baustellen und ähnlichen Orten. Sie weisen deutlich sichtbare Gebrauchsspuren auf und halten für die Künstlerin ein nahezu unerschöpfliches Reservoir von Formen und Strukturen bereit. Werres trägt sie zusammen, verwahrt, ordnet und transformiert sie mit meist minimalen Eingriffen in autonome Plastiken. Hierbei lässt sie sich intuitiv vom ästhetischen Potenzial dieser Materialien leiten. Eine herausragende Rolle spielt dabei oft deren signalhafte Eigenfarbigkeit, ebenso ihre Beschaffenheit, ihr Volumen, ihre Textur und Struktur, so dass das Ausmaß der Veränderung von Objekt zu Objekt stark variieren kann. In ihren Werken verleiht Birgit Werres der Idee von der direkten Aneignung der Realität physische Gestalt. Hier handelt es sich eben nicht um eine wie auch immer geartete „realistische“ Abbildwirklichkeit, sondern der materille Stoff selbst, aus dem die Welt gestaltet ist – beispielsweise Fundstücke, Produktionsrückstände, fragmentierte Dinge des Alltags, so genannte „Realien“ – wird ihr zum eigentlichen Medium der Kunst.

Dirk Steimann

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